Entwicklungen - Erfahrungen - Praxishilfen
Stand: 2007
Taten starten statt warten
In dieser Aufbruchsstimmung hat die Konferenz "Neue Qualität des Bauens" am 28. November 2006 im Konferenzzentrum der Bundesregierung in Berlin die Ansätze aufgezeigt, wie der erforderliche Wandel in der Bauwirtschaft effizient und zum Vorteil aller Beteiligten gestaltet werden kann. Ausrichter der Konferenz war die Initiative Neue Qualität des Bauens (INQA-Bauen), in der sich Unternehmen, Bauherren, Sozialpartner, Verbände, Behörden, Forschungsinstitute, Dienstleister und die Bundesregierung für die Verbesserung der Arbeits- und Geschäftsprozesse in der Bauwirtschaft engagieren. Im Fokus stehen dabei - entsprechend der Struktur der Bauwirtschaft - besonders die kleinen und mittleren Unternehmen.
Mit der neuen Broschüre „Check-bauen“ veröffentlicht die Initiative INQA-Bauen, die vom Hessischen Sozialministerium geleitet wird neue Praxishilfe für Bauherren.
Die Initiative Neue Qualität des Bauens bietet auf ihren Internetseiten weitere Informationen rund das Bauen.
Weitere hilfreiche Informationen finden Sie auch auf der Internetseite Gutes Bauen in Hessen, sowie Arbeitsschutz in Hessen.
Davon ist Dr. Sebastian Schul, Vorsitzender des Initiativkreises INQA-Bauen überzeugt. Wir, das sind alle Aufsichtsinstitutionen der Bauwirtschaft, die Sozialpartner, die Bauherren, die Planer und die vielfältigen Präventionsdienstleister. Alle müssen an einem Strang ziehen, und das heißt, "wirklich alle Baubeteiligten irgendwie zusammen zu bringen".
"Können eine stärkere Qualitätsorientierung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder und eine innovative Arbeitsgestaltung ein Gegengewicht zum ruinösen Preiswettbewerb bilden? Welche Chancen bieten bessere Kommunikation, partnerschaftliche Zusammenarbeit und mitarbeiterorientierte Unternehmenskulturen für alle Baubeteiligten?"
„Die INQA-bauen-Referenzinstrumente in der Praxis"
Über 50 Teilnehmende aus 12 Bundesländern folgten der Einladung des Hessischen So-zialministeriums (HSM), sich auf einer Fachveranstaltung am 14.07.06 im Regierungsprä-sidium Kassel über neue Impulse für das Aufsichtshandeln in der Bauwirtschaft auszu-tauschen. Darunter waren zahlreiche Teilnehmende aus der Bauwirtschaft – vor allem hessische Unternehmen, Bauherren sowie Vertreter der Ingenieur- und Architektenkam-mer. Gerade deren intensive fachliche Beteiligung zeigt die große Resonanz auf den stra-tegischen Ansatz des „Referenzinstrumentes CASA-bauen - Chancen ausloten – syste-matisch arbeiten" der bundesweiten Initiative Neue Qualität des Bauens.
In den Jahren 2003 und 2004 wurden im Rahmen der Aktion Netzwerk Baustelle neben umfangreicher Information und Beratung über 10.000 Baustellen nach einheitlichen Kriterien von den Unfallversicherungsträgern (UVT) und den Arbeitsschutzverwaltungen der Länder (ASV) revidiert. Auf dieser Grundlage konnten umfangreiche Schlussfolgerungen gezogen und wichtige Weiterentwicklungen des gemeinsamen Aufsichtshandelns konzipiert werden.
Die konzertierte Aktion Netzwerk Baustelle aller Aufsichtsinstitutionen der Baubranche zeigt 2004 die Wirksamkeit der BaustellV bei der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit in Bauvorhaben (aufgrund von nunmehr 10.000 Baustellen). Deutlich werden aber auch die noch immer erheblichen Lücken, die sich (nur) in einem harmonischen Konzert aller Baubeteiligter schließen lassen. Konkrete Handlungsoptionen zur Stärkung der systematischen Organisation des gesamten Bauvorhabens lassen sich aus den Ergebnissen der Aktion ableiten.